Bär

100 Jahre lang war der Bär in der Schweiz ausgerottet, als im Sommer 2005 der erste Bär wieder aus Italien einwanderte. Bis ins Jahr 2013 sind insgesamt 8 Bären durch Graubünden gewandert. Der Grossteil der Bären (6 von 8) hat sich sehr unauffällig verhalten und kaum Schäden verursacht.


Der Braunbär ist in der Schweiz durch die Berner Konvention und durch das Schweizer Jagdgesetz geschützt. Für die natürliche Verbreitung des Bären in Europa trägt die Schweiz eine besondere Bedeutung. Der Alpenbogen ist eines der wichtigsten Bärengebiete Europas, in dessen Mitte die Schweiz liegt. Der Bär gehörte über Jahrhunderte zur hiesigen Natur- und Kulturlandschaft. Davon zeugen zahlreiche Orts- und Flurnamen sowie Wappen. Die Beispiele in Italien, Österreich und Slowenien zeigen, dass der Braunbär auch in relativ dicht besiedelten Kulturlandschaften einen geeigneten Lebensraum finden kann. Nur die Gesellschaft hat in den rund 100 „bärenlosen“ Jahren verlernt, mit wilden Tieren ihr Territorium zu teilen. Die meisten Bären leben zudem scheu und zurückgezogen fernab von Siedlungen in Wäldern.

 

Herdenschutz

 

Pro Natura setzt sich politisch und mit Aufklärungsarbeit für eine konfliktarme Rückkehr der Bären in die Schweiz ein. Durch verbessertes Wissen zielt Pro Natura auf mehr Sicherheit für die Menschen und breitere Akzeptanz für die Bären. Pro Natura setzt sich aktiv dafür ein, dass die nötigen Schutzmassnahmen möglichst vor einer Bärenpräsenz getroffen werden. Mit Pilotprojekten sollen den Interessensgruppen praktische Lösungen aufgezeigt werden. Bärensichere Abfallbehälter z.B. werden in den betroffenen Schutzgebieten von Pro Natura installiert. Durch diese Massnahmen soll der Bär lernen, dass in den Siedlungen kein Futter zu finden ist und dadurch ein konfliktarmes Nebeneinander von Mensch und Bär ermöglichen.

 

Herdenschutzhunde - Tipps für Wanderer und Biker

Wie verhält man sich gegenüber Herdenschutzhunden?


Eine Gemeinschaftsproduktion von agridea, WWF und Pro Natura.