Mediencommuniqué

04.01.2017

Mehr Wasser für die Julia und die Alp Flix: Restwassermengen für ewz-Kraftwerke Mittelbünden festgelegt.

Medienmitteilung vom 4. Januar 2017

Mit den involvierten Gesprächsparteien hat ewz an einem runden Tisch ökologische sowie wirtschaftlich tragbare Restwassermengen erarbeitet. Diese Lösungen beinhalten mehr Wasser für die Julia unterhalb des Marmorerasees und in der Rona-Ebene sowie Aufwertungsmassnahmen für Flachmoore auf der Alp Flix.

Das eidgenössische Gewässerschutzgesetz verlangt die Sanierung von Gewässern, welche durch die Stromproduktion in Kraftwerken wesentlich beeinflusst werden. Nach intensiven ökologischen Abklärungen wurde für die ewz-Wasserkraftwerke Mittelbünden an einem runden Tisch festgelegt, welche Massnahmen zur sogenannten Restwassersanierung umgesetzt werden. An dieser tragfähigen Lösung wirkten Vertreterinnen und Vertretern von ewz, dem Kanton, den Konzessionsgemeinden sowie den Fischerei- und Umweltverbänden mit.

Die am 20. Dezember 2016 von der Kantonsregierung verfügte Lösung erfüllt die vom eidgenössischen Gewässerschutzgesetz verlangte Sanierung von Gewässern, welche durch die Entnahme von Wasser wesentlich beeinflusst sind. Das Hauptaugenmerk der Massnahmen wurde auf eine hohe Restwassermenge in der Rona-Ebene gelegt. Voraussichtlich im Zeitraum 2018/2019 wird vom Fallertal sowie vom Staudamm Marmorera so viel Wasser abgegeben, dass die Julia auf der Strecke bis zur Mündung des Errbachs bei Tinizong ganzjährig wesentlich mehr Wasser führen wird. Zusätzlich zu diesen Restwasserabgaben ist eine Aufwertung der ökologisch sowie landschaftlich wertvollen Moorlandschaft auf der Alp Flix vorgesehen. Indem ursprüngliche Bachläufe wieder hergestellt werden, verbessert sich der Wasserhaushalt bestehender Flachmoore.

Im Ausgleich zur wesentlichen Restwassererhöhung in der Julia sowie den Aufwertungsmassnahmen auf der Alp Flix werden die bestehenden Restwasserverhältnisse bei den anderen ewz-Wasserfassungen in Mittelbünden unverändert beibehalten.

Die notwendigen baulichen Anpassungen bei der Wasserfassung Faller werden bereits per Ende 2016 umgesetzt sein, diejenigen beim Staudamm Marmorera voraussichtlich im Zeitraum 2018/2019. Die Revitalisierung der Wasserläufe auf der Alp Flix erfordert komplexere Vorabklärungen. Die involvierten Parteien streben hier eine Umsetzung 2019 an. Für die baulichen Anpassungen sowie die Revitalisierungsmassnahmen auf der Alp Flix sind seitens ewz Investitionen von über zwei Millionen Franken notwendig.

Kontakte für Auskünfte.
ewz, Christof Oertli, Leiter Kraftwerke Mittelbünden, Telefon 079 666 06 90
WWF, Anita Mazzetta, Geschäftsführerin WWF Graubünden: Telefon 076 500 48 18
Kant. Fischereiverband Graubünden, Rudolf Gerhard, Präsident, Telefon: 081 407 14 54

Der runde Tisch.

  • Amt für Energie und Verkehr (AEV)
  • Amt für Natur und Umwelt (ANU)
  • Amt für Jagd und Fischerei (AJF)
  • Konzessionsgemeinden
  • WWF Graubünden
  • Pro Natura Graubünden
  • Kantonaler Fischereiverband Graubünden (KFVGR)
  • ewz
  • Fachunterstützung: Ökologiebüro ecowert
  • Juristische Unterstützung: Vincenz & Partner

 

Kontext Restwassersanierung.
Mehr Informationen unter www.gr.ch

Die Grafik steht unter www.ewzmedienarchiv.ch zum Download zur Verfügung und darf von Redaktionen verwendet werden.

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