Energieanlagen

Keine Form der Energiegewinnung ist ohne Auswirkung auf Natur und Landschaft. Der stetig wachsende Energieverbrauch in der Schweiz lässt ein Ende des Neubaus von Kraftwerken jedoch bislang nicht zu. Durch den Verzicht auf weitere Atomkraftwerke kommen immer mehr Wind- und Solarprojekte auf dem Tisch, und auch die Anzahl von geplanten Kleinwasserkraftwerken ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Pro Natura befürwortet den Ausbau von erneuerbarer Energie, jedoch nicht auf Kosten von Natur- und Landschaftsschutz.
Für die Wasserkraftnutzung fehlt im Kanton Graubünden ein Gesamtkonzept. Der Ausbau der letzten unverbauten Gewässer im Kanton ist im vollen Gange. Wir setzen uns ein, damit die schönsten und wertvollsten Gewässerabschnitte auch künftig frei fliessen können oder zumindest eine anständige Restwassermenge aufweisen. Bei der Erstellung von Wind- und Solaranlagen ist besonderes Augenmerk auf die Landschaftsverträglichkeit zu legen, da insbesondere die Windräder in ihrer Grösse und Exposition oft von weither sichtbar sind. Auch die Lärmbelastung und die Störung der Avifauna (Vogelwelt) und Fledermäuse darf bei Windanlagen nicht vergessen werden. Bei Solaranlagen plädieren wir für die Ausnutzung der Dächer und Gebäudefassaden und weiterer innovativer Projekte in den Siedlungen – dort wo der Strom benötigt wird und die Landschaft nicht zusätzlich beeinträchtigt wird.

 

Dokumentarfilm «Zukunft Energie Surselva»

Dieser Film wurde von Studierenden der PH Zürich entwickelt; sie wurden begleitet von den Lehrpersonen Werner Burger, Jürg Fraefel und Hans Moser. Die angehenden Primarstudentinnen und -studenten sind dem Thema «Energie» auf der Spur und bereisen die Surselva mit der Kamera in der Hand.

 

Beginn des Beitrages von Pro Natura Graubünden: 10:23