Ognas da Pardiala - Isla

Region:

Surselva, Gemeinden Waltensburg / Vuorz und Rueun

Höhe:

750 m.ü.M.

Grösse:

55 ha

Besonderheiten:

Dynamische Bachaue mit gut ausgebildetem Delta des Valaterbaches, trockenheisse Lesesteinhaufen mit speziell angepasster Vegetation im Weidegebiet oberhalb der Station Waltensburg

Pro Natura Engagement:

Am 27.11.1990 wurde ein Personaldienstbarkeitsvertrag unter Beteiligung von Pro Natura abgeschlossen.

Schutzstatus:

  • Auenlandschaft der Schweiz von internationaler Bedeutung, Objekt Nr. 5
  • Aue von nationaler Bedeutung, Objekt Nr. 35
  • Amphibienlaichplatz von nationaler Bedeutung, Objekt Nr. GR 319


Verhalten im Schutzgebiet:
Hunde an die Leine nehmen.

In der Schutzzone ist untersagt:

  • Parkieren und Befahren mit Fahrzeugen (exkl. Land- und Forstwirtschaft)
  • Reiten
  • Campieren (Ausnahmen mit besonderer Bewilligung)
  • Pflanzen pflücken und ausgraben
  • Tiere stören, töten oder fangen (exkl. Jagd)
  • Zerstören von Behausungen, Nestern und Gelegen von Tieren


Günstigste Besuchszeit:

Frühling, Sommer und Herbst

Anreise:

Mit der Rhätischen Bahn bis Ilanz, dann mit Bahn (Regionalzug) bis Bahnhof Waltensburg / Vuorz oder mit Postauto bis Abzweigung Kantonsstrasse nach Waltensburg / Vuorz.

Ausrüstung:

Landeskarte 1:25000: Blatt 1214 Ilanz (Glion)

 

Schutzgebiet
Vorderrhein
Vorderrhein

Landschaft

Die Ognas (rom. "Erlenwald") sind Objekt Nr. 5 der Auenlandschaften der Schweiz von internationaler Bedeutung. Sie sind Reste der einst weitverbreiteten Talauen und ein einzigartig reichhaltiges Beispiel für die Flussauenlandschaft dieser Höhenstufe.
St. Peters- und Valaterbach prägen zusammen mit dem Rhein die langgezogene Schwemmebene. Durch Uferverbauungen und Wasserentzug liegen die Auen nicht mehr im Überschwemmungsbereich des Rheins. Einzelne Gebiete werden jedoch alljährlich im Frühling durch die Seitenbäche überflutet.

 

Flora

Durch die fehlenden Überschwemmungen haben die meisten Erlenbestände ihren Pioniercharakter verloren. Im Delta des Valaterbachs gedeiht eine typische Bachau mit Weiden-Grauerlenwald, schwarzem Holunder, Traubenkirsche und vielen Hochstaudenpflanzen. Die Altwasserarme, Teiche und Tümpel bieten Unterwasserrasen,
Schwimmblattgesellschaften, Röhricht und Seggen teilweise noch gute Lebensräume. Beweidete Kiesbukel tragen vereinzelt Trockenrasen mit rund 40 Pflanzenarten.

 

Fauna

Wichtiger Lebensraum für Wasservögel als Brutplatz und für Durchzügler, darunter Eisvogel, Sumpfrohrsänger, Flussuferläufer, Wasseramsel, Bekassine und verschiedene Entenarten. Viele weitere Singvogelarten, darunter seltene wie Neuntöter, Wiedehopf oder Braunkehlchen, Grasmücken, Spechte und Meisen wurden beobachtet.
Bedeutender Laichplatz für Bergmolch, Grasfrosch und Erdkröte. Wichtiger Lebensraum für mehrere Arten von Eidechsen, Schlangen und Kleinsäugern. Reiche Insektenfauna.

 

Schutzkonzept

Im Vertragsgebiet findet eine abgestufte Nutzung von intensiver Viehweide bis hin zu Flächen statt, wo nur Eingriffe zur Erhaltung des Schutzzieles erlaubt sind. Für den Wald und für die Viehweide wurden spezielle Nutzungspläne aufgrund von Standortbeurteilungen vereinbart. Zur Vergrösserung der stehenden Wasserfläche wurden zusätzliche Gewässer angelegt.